Waldheim Heslach 
Deutschlands ältestes Waldheim und einer der schönsten Plätze im Grünen in der Region Stuttgart

Deutschlands ältestes Waldheim und einer der schönsten Plätze im Grünen in der Region Stuttgart

Wiederaufbau ab 1945 - Eröffnung am 1. Mai 1953

Trotz der schrecklichen Ereignisse und Enttäuschungen wurde noch im Jahre 1945 mit den ersten Aufräumungsarbeiten begonnen. Die äußerst schwierigen Verhältnisse der Nachkriegszeit, in der jeder selbst genug Sorgen hatte und die Währungsreform ließen einen Wiederaufbau nur zögernd in Gang kommen. Noch vor  der Rückgabe des Waldheims an den Verein investierten die Mitglieder 15.000 Mark in den Aufbau. Die Rückgabe des Waldheims erfolgte durch den unermüdlichen Einsatz von Otto Esslinger, Karl Oster und Walter Huber am 31. Januar 1949 an den Verein. Wegen der schlechten finanziellen Lage konnte erst im Jahre 1952 mit dem Aufbau des zerstörten Wirtschaftsgebäudes begonnen werden. Zur Behebung der Schulraumnot wurden gleich 2 Unterrichtsräume errichtet. Am 1. Mai 1953 war es dann soweit. Glücklich nach zäher und schwerer Arbeit konnten die "Waldheimler" zur großen Freude der Heslacher ihr neu erbautes Waldheim einweihen. Karl Oster war es nicht vergönnt mitzuerleben, dass sein Wirken nicht umsonst gewesen war und Parteifreunde sich zusammengefunden hatten, seine Idee nicht sterben zu lassen. Die Arbeit der Jahre 1945 bis 1953 war für die Aktiven des Vereins sehr hart. Von der Währungsreform im Jahr 1948 bis zum Jahr 1953  wurden im Waldheim insgesamt über 150.000 Mark investiert. Diejenigen, die diese Zeit aus eigener Erfahrung kennen wissen, welches persönliches Engagement  erbracht werden musste. Ohne diesen "Kraftakt" wäre wohl ein Wiedererstehen des Waldheims nicht denkbar gewesen. Dass in den folgenden Jahren manches gesteckte Ziel nicht erreicht werden konnte, ist heute verständlich. Die finanzielle Belastung musste erst mal verdaut und die persönlichen Opfer verkraftet werden. Auch waren zu dieser Zeit, wie zur Zeit der Gründung des Vereins und auch noch  heute, die Reserven der Mitarbeiter nicht unerschöpflich. Ebensowenig die finanziellen Mittel, die der Verein nur aus dem sommerlichen Wirtschaftsbetrieb für die Unterhaltung des ca. 90 Ar großen Geländes  und für die Anschaffungen aller Art aufbringen musste. Besonders schlechte Sommer , wie beispielsweise in den Jahren 1956 und 1957 ließen manche Planung infolge der fehlenden Finanzmittel ins Wasser fallen, oder zumindest jedoch auf die lange Bank schieben. So folgte aber doch dem vollendeten Neubau des Wirtschaftsgebäudes ein Anbau mit Sommertoiletten und einem Jugendraum. Dieser wurde nach dem Anwachsen der Schülerzahl ebenfalls der Schule zur Verfügung gestellt. Eine eigene Kläranlage musste geschaffen werden und die obere Halle wurde in einen vernünftigen Zustand versetzt. Weitere Planungen über die Neuanlage des Sportplatzes folgten.